Samstag, 30. Juli 2022

Idylle am Wegesrand... Fast wie früher!

 In einem kleinen Tal, in einer in einem Wald endenden Gasse, da steht ein kleines Försterhaus... Da musste ein Zwischenstopp eingelegt werden... Toll restauriert, toll gepflegt und Menschen, die das Alte zu würdigen wissen und Spaß daran habe.

Ich durfte ein Foto machen... Was für ein Idyll. 



Donnerstag, 28. Juli 2022

Sünden von vor dreißig Jahren...

Vor rund 30 Jahren fiel mir auf, dass die Lenksäule wackelte, also radelte ich, damals noch gar keinen Führerschein besitzend, zu einer Baumarktkette mit drei Buchstaben und kaufte neue Schrauben nebst Muttern. Eine davon montierte ich und zog damit die Lenkstange wieder fest. Heute stellte ich fest, dass die Lenkestange wieder wackelte, ich demontierte alles, was dem Festziehen im Weg stand und musste feststellen, dass keiner meiner englischen Schlüssel auf die Schraube passte. Ich mache es kurz: ein Grinsen zog sich über mein Gesicht, da war sie wieder, die Schraube, die ich vor 30 Jahren eingebaut hatte. Einfach erfreulich. Sie hatte gehalten, die englische Schraube hingegen nicht.


Austin Seven RP 1934 - loose steering column and a mixture of different bolts and nuts
Austin Seven RP 1934 - loose steering column and a mixture of different bolts and nuts

Sommer, Sonne... Austin fahren mit Lust und Wonne

 Zugegeben, der Titel des heutigen Eintrages ist nicht gerade ein Knaller, aber dafür war es der Tag, die Ausfahrt umso mehr.

Spontan die Garage geöffnet, das nötigste kontrolliert, Öl nachgefüllt, eingestiegen, angeschnallt... Ach nee, geht ja gar nicht... Und losgefahren....69 km später in Ladenburg vorm Carl Benz Wohnhaus gestanden und zurück. Probleme hatte der Kleine keine... Braver Austin.

Austin Seven RP 1934 vorm dem Wohnhaus von Carl Benz in Ladenburg - Austin Seven RP 1934 in front of Carl Benz' mansion in Ladenburg
Austin Seven RP 1934 vorm dem Wohnhaus von Carl Benz in Ladenburg - Austin Seven RP 1934 in front of Carl Benz' mansion in Ladenburg


Dienstag, 26. Juli 2022

Oldtimer Markt Edition Motorist 2022 - Kaufempfehlung zu Austin Seven - Gedanken eines Lesers und Austin Seven Besitzers

Quelle: https://www.oldtimer-markt-shop.de/modelle/images/bs0346.jpg
Quelle: Oldtimer Markt

Immer wieder freue ich mich, wenn der Austin Seven in den Medien zu sehen ist. Seit mehr als über 30 Jahren hänge ich an diesem Fahrzeug und ich würde mich selbst zu den technikinteressierten, nietenzählenden, vorsichtigen Schraubern zählen. Ich halte diese kleinen Fahrzeuge aufgrund ihres Alters und ihrer Geschichte für rollende Kulturgüter, die es - wie Fachwerkhäuser, Kunstwerke und Literatur - zu schützen gilt.

Der Artikel aus der Oldtimer Markt Edition Motorist 2022, Seite 24f, der mir durch Zufall in die Hände fiel, stellt die Materie meines Erachtens zu einfach, zu salopp dar. Ja, einen Austin Seven zu kaufen ist ein leichtes, aber einen guten, soliden und authentischen Seven zu besitzen, ist eine ganz andere Ebene.

Günstiger Einstiegswagen - Ungünstige Wertentwicklung - Wenig Motivation zu aufwendigen Restaurierungen

Oldtimer-Markt schreibt:

HEUTE ist der Seven das ideale Spielfeld für Einsteiger mit Schrauber-Ambitionen. Eine Restaurierung ist nicht allzu knifflig, dafür sorgt die simple Technik, die Teileversorgung funktioniert besser als bei manchen Gebrauchtwagen, die Seven-Gemeinde ist großzügig und gut aufgelegt. Wer es drauf anlegt, kann sich aus Einzelteilen (gebraucht oder nachgefertigt) ein Auto mehr oder weniger selbst bauen. Nicht minder reizvoll ist es aber, einen gepflegten, hübsch patinierten Ruby zu kaufen und einfach loszufahren.

Da es sich um ein einfaches und - mit Verlaub - billiges Fahrzeug handelt, sind gute, aufwendige Restaurierungen nicht immer durchgeführt worden. Die gute Ersatzteillage ist für viele Klein- und Verschleißteile zwar richtig, animiert aber auch Schrauber der robusten und wenig am Originalzustand interessierten Gattung zu "wilder, unkoordinierter Arbeit". Die Ergebnis sind zum Teil erschreckend. So ist es nicht verwunderlich, wenn viele Austins, die auf dem Markt angeboten werden, verbastelt sind oder laienhaft zurecht gemacht wurden. Einen Austin Seven historisch korrekt zu restaurieren, ihn mit der richtigen Hupe, den richtigen Scheinwerfergläsern, den richtigen Winkern und dem richtigen Scheibenwischernmotor auszustatten, kostet ähnlich viel wie dies bei einem Triumph oder Rolls-Royce zu tun, aber der Wiederverkaufswert holt die Kosten nicht rein... Wer einen gut erhaltenen Austin hat oder selbigen in diesen Zustand gebracht hat, wird ihn erst einmal nicht wieder verkaufen.

Der Vorschlag, einen patinierten Ruby zu kaufen, ist sicherlich eine Alternative bis zu dem Tag, an dem etwas kaputt geht oder der Zustand der Patinierung dem der Verwahrlosung weicht. Dann muss eine Entscheidung her und die fällt beim Seven meistens zu Ungunsten des Fahrzeuges bzw. der Originalität und Qualität aus.

Wo viel geschraubt wird, wo Ersatzteile billig sind... da gibt es auch viel (pseudo-historischen) Schrott.

Oldtimer-Markt schreibt:

PRAKTISCH kann eigentlich wenig schiefgehen. Wenn man ein bisschen aufpasst jedenfalls - der Seven ist mit allem bestens versorgt, was ein fröhliches Oldtimerleben ausmacht. [...] Wie immer liegt das Vergnügen darin, mit den Beschränkungen zurechtzukommen, aus dem Minimum das Beste zu machen und die Wohlfühlzone zu finden. Bevor es Protest gibt: Manche Seven-Fahrer haben dann doch Bäume ausgerissen, das aber ist eine hohe Kunst, die man sich aneignen muss. Oder für große Scheine kaufen, aber sobald Begriffe wie „Ulster“ oder „Brooklands“ an einem Exemplar pappen, ist Vorsicht geboten. Das sind mit großer Wahrscheinlichkeit Phantasie-Kreationen und müssen als solche behandelt werden. [...]

Man kann einen Austin kaufen, Spaß haben und wenn es Ärger gibt, das Fahrzeug abstoßen oder einfach herumwerkeln und aufgrund des geringen Einkaufpreises die entstandenen Schäden und Verunstaltungen in Kauf nehmen. Das kann man machen und das machen auch viele. Viele kommen auf die Idee, sich ein Auto nach ihren Vorstellungen zu zimmern. Das ist der Moment, bei denen ich nur noch Wegschauen kann. Als ein deutscher Ruby-Besitzer (das Austin Seven Modell von 1934 bis 1939) eine voll erhaltene Ruby-Karosserie entsorgte, um sich auf dem Chassis eine zurechtgeschusterte Karosserie zu setzen, die dann als "Special" tituliert wurde... Wie der Artikel zurecht darstellt, kann man mit Fakes gutes Geld verdienen - für Seven Verhältnisse - und ein Standardchassis mit einem Ulster-Body versehen. Eine gängige Praxis, die gutes Geld verspricht... und mit einem Austin Seven wenig zu tun hat.

Sonntag, 10. Juli 2022

Beaulieu - Photos of the National Austin Seven Rally 2022 by Nick Salmon

Beaulieu - Photos of the National Austin Seven Rally 2022 by Nick Salmon

Schon immer wollte ich mal nach Beaulieu, um die Zusammenkunft von vielen wunderschönen Austins erleben zu dürfen. Leider ward es mir bisher nicht vergönnt. Dank eines Eintrages im Forum austinsevenfriends.com lassen sich die Teilnehmer und deren Fahrzeuge auf den Bildern Nick Salmons auf flickr betrachten.

Viel Spaß...

Sonntag, 3. Juli 2022

Testbericht über die Fahreigenschaften des Austin Seven RP von 1934 - Ein Vergleich zu heute

 Sobald man sich in einen Austin Seven von 1934 setzt, vergleicht man die Raumgröße, den Komfort und die Fahreigenschaften mit den heutigen Autos. Da bleibt kaum ein Thema unberührt und der Schluss müsste lauten: Damalige und heutige Autos haben nur zwei Dinge gemeinsam: Die grundsätzliche Funktionsweise und die Tatsache, dass es fährt. Alles ist anders: Es rumpelt, es rüttelt, es stinkt, es hakt, es.... stellen Sie sich alle Aspekte vor, die sie an einem heutigen Auto stören würden, der Austin erfüllt diese.

Sources: Left: https://www.magazinecollector.net/magazines/cars/2700-light-car-and-cyclecar-the/62676-1928-october-5-volume-32-number-826-1st-olympia-show-number/; Centre: http://www.lightauto.com/light%20car.html; Right: http://jrhscalecars.com/AustinSeven.html
Verschiedene Ausgaben des "Light Car"-Magazins mit Austin Seven als Titelblatt.

Wie aber betrachtete man das Fahrzeug zur damaligen Zeit, wie schnitt das Fahrzeug in Vergleichstests des Jahres 1934 ab?

Ein Artikel aus dem Automagazin "The Light Car" vom 6. Juli 1934 kommt zu einem hervorragenden Ergebnis. Das Magazin betont die solide und gute Ausstattung und jagt das Fahrzeug durch die wildesten Gebiete Englands, um das Fahrzeug auf Herz und Nieren zu testen. Die Angaben zu Geschwindigkeiten und Verbrauch beziehen sich allerdings auf Neuwagen, das hat mit heutigen Fahrleistungen wenig zu tun... Vertrauen Sie mir!

Der Artikel in englischer und deutscher Sprache als PDF-Datei (eigene Übersetzung) gibt Aufschluss darüber. 


Viele weitere Testberichte und Zeitungsartikel zum Austin Seven und Ten finden Sie in der Sammlung von: Beadle, Tony and R.M. Clarke (Hrsg.) (2009): Austin Seven & Ten Road Test Portfolio, Brooklands Books Ltd, Cobham, ISBN-13: 978-1855208803.